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Die Ausbaupläne
Sicher kann heute nicht mehr verlangt werden, dass eine moderne Straßenbahn durch die enge Augustinergasse fährt. Doch nach der erzwungenen Aufgabe der Straßenbahnverbindung nach AKK und Wiesbaden, hätte die Stadt längst die Möglichkeit gehabt, das Straßenbahnnetz in den entstandenen Stadtteil Lerchenberg und die großen neuen Wohn- und Gewerbegebiete zu erweitern.
Folgende Trassen sind heute noch für Straßenbahnschienen frei gehalten. Sie beruhen vor allem auf den Planungen von 1993. Die Bebauungspläne sind dabei weiter gültig:
Die Lerchenberg-Trasse (Stand 02.03.2010: die Strecke soll gebaut werden)
Dieser Netzerweiterungsplan geht schon auf das Jahr 1981 zurück, damals über Saarstraße – Universität – Albert-Schweitzer-Straße; 1993 dann über Backhaushohl – Dalheimer Weg.
Spätere Pläne sehen einen Verlauf entlang der Saarstraße bis Koblenzer Straße und Richtung Ostergraben (ehemalige Landstraße) vor, um dann den erweiterten Ortskern von Bretzenheim zu erreichen.
Die Strecke könnte von den Straßenbahnen im dichten Takt befahren werden, denn mit einer Linie würde neben der Universität auch das Gutenberg-Center, Marienborn und sein Bahnhof, das Gewerbegebiet um Schott, Allgemeine Zeitung und 3sat und das ZDF als Europas größte Sendeanstalt anbinden, sowie den dichtbesiedelten Stadtteil Lerchenberg selbst.
Nach Finthen über neues Stadion Mainz05 (Stand: 02.03.2010: Durch die Verlegung des Stadionneubautes Richtung Bretzenheim wird dieser Teil in die “Lerchenbergtrasse” eingebunden. Der Rest bleibt als Forderung bestehen)
Geplant war auch die direkte Straßenbahnverbindung nach Finthen, die ursprünglich im Layenhof enden sollte. Mir ihr würden sich heute auch Stadion- und Fachhochschul-Neubau ideal mit der Innenstadt verbinden lassen.
Die neue Fußballarena wird nicht mehr so Innenstadt- nah sein, so dass die meisten 05-Anhänger samt auswärtigen Zuschauern den ÖPNV nutzen werden.
Mit Straßenbahnen ließen sich mehr Menschen in kurzer Zeit befördern. Mit den Niederflurfahrzeugen ist auch ein Doppeltraktionsfahren möglich. Die Planung ergibt sich auch aus der Lerchenberg-Trasse, da beide in Höhe der “Agentur für Arbeit” als Abzweig von der bestehenden Linie 52 verlaufen.
Dabei würden die Straßenbahnen auf der Saarstraße -laut Auskunft vom Amt für Verkehrswesen- zunächst in Straßenmitte geführt und dann mittels Rampe auf Universitätsseite weiter fahren.
Straßenbahntrasse nach Ebersheim über Messegelände
Ebenfalls schon fest eingeplant war die Verlängerung der Straßenbahn über den Messepark nach Ebersheim. Diesen Plan wollte der neue Stadtrat nicht umsetzen.
Da man aber die Ebersheim-Zornheimer Busse nicht noch zusätzlich mit der Tram auf gleicher Route Richtung Stadtmitte fahren lassen wollte, kam man auf die Idee, die meisten Busse nur noch von und bis zum Straßenbahnanschluß in Hechtsheim fahren zu lassen. So entstand am ”Mühldreieck” eine Umsteigehaltestelle zwischen Straßenbahnlinie 50/51, Buslinie 66 und den Zubringerbussen zu den Messeveranstaltungen.
Trotzdem wäre dem entstehenden Wirtschaftspark ein Straßenbahnanschluß sicher zuträglich. Untersuchungen belegen, dass sich Gewerbe mit Schienenanschluß besser entwickelt.
Neben diesen Trassen mit Bebauungsplänen sehen wir folgende Trassen für machbar an:
Neustadt – Innenstadt – Erschließung
Ein Ausbau des Mainzer Gleisnetzes macht nur Sinn mit der Neustadt-Innenstadt-Verbindung zwischen Bismarckplatz und Schillerplatz über Sömmering- und Hindenburgplatz, Bauhofstraße, Flachsmarkt und Ludwigsstraße. So könnte die Straßenbahn endlich wieder die Stadtmitte durchfahren. Außerdem sah man 1993 auch den City-Ring und Straßenbahnverkehr auf der Kaiserstraße vor. Hier, in Umgebung der Christuskirche, gibt es drei große Gymnasien.
Mombach, deren Ortspolitiker schon länger nach Verkehrslösungen suchen, könnte idealerweise per Straßenbahn angebunden werden. Möglich ist das durch ein Abzweig vom bestehenden Streckennetz an der Haltestelle “Zwerchallee“. Für eine Einbahnstraßenregelung in der Hauptstraße (außer für Straßenbahnen) gibt es mit Nestle-, Industriestraße und Rheinallee genug Umgehungstraßen. Weiter würden die Gleise über Kreuzstraße – An der Krimm führen und die Elsa-Brandström-Straße über einen Einrichtungs-Ring zurück zur ”Krimm” und wieder nach Mombach und in die Innenstadt führen. Diese Linie aus Gonsenheim würde die Geschäfte im Mombacher Ortskern beleben.
Auch eine Verbesserung der Bahnlinie Mainz – Alzey und Verknüpfung mit dem Mainzer Straßenbahnnetz wäre heute mit 3-Schienen-Gleisen und Zweisystem-Triebwagen technisch möglich und auch nötig.
Darüberhinausgehend wurde 2001 die Rheinhessentram durch die Stadtbahn AG vorgeschlagen. Angedacht waren Neubaustrecken bzw. Reaktivierung ehemaliger Bahnstrecken. 
Im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit und die große Beliebtheit des Verkehrsmittels ist nicht zu verstehen, warum wichtige Ausbauvorhaben in unserer sonst so aufstrebenden Stadt bisher nicht umgesetzt wurden.
Vergleichbare Städte, wie Darmstadt, Bielefeld, Erfurt, Gera und Zwickau geben ein besseres Beispiel.
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