Erneute Störung in der Gaustraße.

Obwohl die Straßenbahnstrecke von und nach Hechtsheim bereits seit Ende Juni wegen umfassender Sanierungs- und Ausbauarbeiten gesperrt ist, bleibt der reduzierte Straßenbahnbetrieb auf diesem Streckenabschnitt bis zum Gautor nicht störungsfrei.

Nach dem Straßeneinbruch im vergangenen März der für etwas über zwei Wochen die Straßenbahn nach Hechtsheim lahm legte, nun die nächste Störung in der Gaustraße. Auf Höhe des Osteiner Hofs am Schillerplatz ist ein nicht sichtbarer Schienenschaden aufgetreten. Seit dem frühen Mittwoch Morgen ist zwischen Gautor und Hauptbahnhof entsprechend kein Straßenbahnbetrieb mehr möglich.

Möglicher Schaden in der Gaustraße – der äußere Schienenstrang wirkt abgesackt. Mit bloßem Auge lässt sich jedoch kein Schaden erkennen. (Bild: Johann Kerz)

Durch den Schaden in der Gaustraße kommt es nun zu betrieblich aufwendigen Wendefahrten am Hauptbahnhof. So wenden alle Fahrzeuge der Linie 50/53 über den Gleiswechsel an der Agentur für Arbeit. Diese Wende ist notwendig, um die durch die über das Gautor verlorene Fahrtzeit adäquat zu ersetzen.

Eine 50 aus Richtung Finthen, fährt also bis zum Hauptbahnhof. Ab dort fährt das Fahrzeug leer bis zum Gleiswechsel Agentur für Arbeit, setzt um und fährt von dort zurück zum Hauptbahnhof um erneut über den Gleiswechsel im Kaiser-Wilhelm-Ring umzusetzen. Weiter geht die Fahrt dann als Linie 53 in Richtung Lerchenberg.
Geschuldet ist diese Wendefahrt dem Linienwechsel 50/53 am Gautor, der so eben anders durchgeführt werden muss.

Fahrzeuge der Linie 53 nutzen diese Wendefahrt ebenfalls nur umgekehrt. Heißt am Hauptbahnhof ankommen und dort dann im Kaiser-Wilhelm-Ring umsetzen. Dann zur Agentur für Arbeit und nach einem erneuten umsetzen zurück zum Hauptbahnhof. Von dort fährt das Fahrzeug weiter als Linie 50 in Richtung Finthen.

Auf dem kurzen Stück zwischen Agentur für Arbeit und Römersteine entsteht so ein dichter Straßenbahntakt. Lediglich die Fahrzeuge der 52 nehmen jedoch auch Fahrgäste mit. Die Fahrten der 50 / 53 fahren als Betriebsfahrt beschildert auf den Streckenabschnitt. Dabei schieben sich die Fahrzeuge zwischen die Planfahrten der 52 nach Bretzenheim die im 20 Minuten Takt fährt.

Triebwagen 204 wartet vor dem Umsetzen darauf, das der Planwagen Tw 213 der Linie 52 am Gleiswechsel Agentur für Arbeit vorbeifährt um diesen am Hauptbahnhof nicht aufzuhalten. (Bild: Johann Kerz)
Triebwagen 210² hat seine Wende an der Agentur für Arbeit abgeschlossen. Die Fahrt führt zurück zum Hauptbahnhof und dann auf den Lerchenberg. (Bild: Johann Kerz)

Der auf dem nicht befahrbaren Streckenabschnitt eingerichtete Notersatzverkehr pendelt lediglich zwischen Hauptbahnhof und Gautor. Am Gautor besteht Anschluss zum regulären Ersatzverkehr von und nach Hechtsheim.

Am ersten Sperrtag, wurden spontan mehrere Gelenkbusse eingesetzt, während am gestrigen Donnerstag, den 16.07, lediglich ein Solobus eingesetzt wurde. Dieser fuhr alle 20 Minuten, immer wenn die Straßenbahn der 50 aus Richtung Finthen am Hauptbahnhof ankamen, am Hauptbahnhof ab. Auch ab Gautor wurde der Ersatzverkehr entsprechend der Ankünften der Ersatzbusse gefahren. Dies ist jedoch auf eine planerische Initiative des Fahrpersonals anstelle einer Planung seitens der MVG zurückzuführen.

Der einzig eingesetzte Ersatzbus auf dieser Strecke fuhr alle 20 Minuten. Hier ist dieser grade auf seiner Wendefahrt am Fichteplatz. (Bild: Johann Kerz)
Ungewöhnliche Beschilderung für einen (Ersatz-)Bus. Der Ersatzbus hat soeben seine Pendelfahrt in Richtung Gautor angetreten. (Bild: Johann Kerz)

Bestehen bleiben soll die Sperrung noch bis zum Betriebsschluss am Montag Abend beziehungsweise Dienstag Morgen. Ab dann sollen nach etwas mehr als 5 Tagen Reparatur wieder Straßenbahnen zum Gautor fahren.

Der reguläre Ersatzverkehr der Linien 50/53 endet am Gautor. Lediglich der Ersatzverkehr der Straßenbahn 52 fährt bis zum Hauptbahnhof. Ab hier besteht Anschluss zu einem Pendel- / Notersatzverkehr. (Bild: Johann Kerz)

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